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„Ich hab‘ in diesen Tagen keine Zeit, mich mit Wein zu beschäftigen, außer: trinken!“ – beantwortet Gerburg Jahnke in arbeitsintensiven Zeiten im Februar 2017 meine Frage per Mail, ob sie in meinem Wein-Blog über ihren Lieblingswein schreibt. „Mit herzlichen Grüßen, und wenn Sie wollen, fragen Sie mich Anfang des Sommers nochmal“, lässt die wunderbare Kabarettistin und Regisseurin charmant die Tür offen. Und das war kein Geschwafel. Frau Jahnke zieht den (die) Korken für den „Wein des Monats“ Juli:

Weinbegleiter Ruhr: Haben Sie einen Lieblingswein? Wenn ja, welchen? Wie heißt er, woher stammt er?

Gerburg Jahnke: Ich trinke seit einiger Zeit, eigentlich schon den ganzen vergangenen Winter, Rotweine aus dem Burgenland in Österreich. Vom Weingut Lehrner. Die haben einen sehr guten Roten, aber auch einen wohlschmeckenden Chardonnay. Den ich eigentlich gar nicht mag, diesen aber dann doch. Also kann auch der Sommer kommen!

Wann und bei welcher Gelegenheit haben Sie diesen Wein für sich entdeckt?

Gerburg Jahnke: Darauf gekommen bin ich durch eine Auswahl an Weinen in einem 6er-Karton, den mir zwei junge Männer als Argument geschickt haben, zu ihrer Hochzeit ins Burgenland zu kommen. Ich kostete das Argument und kann seitdem nichts anderes mehr trinken. Das wird sich bestimmt auch wieder ändern, muss es aber nicht.
Meine Lieblings-Roten sind Dürrau und Paulus und bisweilen Steineiche.

(Anmerkung Weinbegleiter Ruhr: Frau Jahnke gibt sich offensichtlich nicht mit Knalltüten und Schissern im Glas ab: Hier trumpft kräftiger, satt beerenfruchtiger, im Barrique gereifter Blaufränkisch/Lemberger auf.)

Gerburg Jahnke: So. Alles erzählt. Herzlich, fraujahnke

P.S. Ich weinselige Nervensäge hake per Mail nach: „Zwei klitzekleine Fragen drängen sich mir auf. Warum hat Sie ausgerechnet dieser Chardonnay dann doch überzeugt? Und haben Sie im Burgenland mit Hochzeit gefeiert?“

Und wenn Frau Jahnke schreibt: „So. Alles erzählt“ – dann meint sie das auch so. Prösterchen!

Aktuelle Produktion: „Höchste Zeit, Ebertbad Oberhausen

Foto: Harald Hoffmann

 

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