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Schon satt von dem ganzen Vorweihnachts-Klimbim? Dann mache ich jetzt hoffentlich ein bisschen Lust auf fröhliche Festtage, an denen es sich herrlich schlemmen, schwelgen und verschnaufen lässt. Zum Bespiel mit Gänsebraten.

Bei uns wird Weihnachten auf Müßiggang umgeschaltet. Das ist mein einziger Wunsch in diesem Jahr. Und mein Liebster nimmt ihn ernst. Am 24. Dezember ist er (wie sonst seit meiner Existenzgründung meistens auch) der Küchenmeister und wird einen Gänsebraten, gefüllt mit getrocknetem Obst, zaubern. Das wird übrigens seine erste Gans, er hat ihr schon mal den Namen „Sabrina“ verpasst. Zur gerupften Schönen gibt’s Maronen und Klöße nach Thüringer Art. Ich sehe uns schon Rommé spielend am großen Küchentisch sitzen, während der Vogel in der Röhre schmurgelt.

Wein und Stress?
Passt nicht zusammen!

Die Auswahl des Weines ist natürlich meine Sache. Wenn am frühen Abend die Mutter des Gänse-Braters mit uns speist, kann sie zwischen zwei Roten und einem Weißen wählen: Zur Auswahl stehen ein edler, vielschichtiger Spätburgunder aus Baden, der mit seiner herrlichen Frucht dem opulenten Mahl ein ebenbürtiger Partner ist.
Als Alternative dazu und zum Vergleichen, was immer großen Spaß macht, wird eine, im Barrique ausgebaute Cuvée aus dem südfranzösischen Corbières entkorkt. Das Kraftpaket hat von allem viel: Farbe, Duft, Aromen, gut eingebundene Tannine, Körper, Abgang.

Ich persönlich freue mich auf eine Riesling Spätlese mit einem schönen Tick Restsüße von der Mosel oder aus dem Rheingau, da habe ich mich noch nicht festgelegt. Und dann entzückt mich (hoffentlich) der Moment, in dem das Süße-Säure-Spiel des Weins die Rubens-Gans „Sabrina“ verführen und umgarnen wird.

Kleiner Rat am Ende: Für den Weinkauf zum Fest möglichst ein wenig Zeit erübrigen. Wein und Stress passen einfach nicht zusammen…

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