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Essen im Grüne-Hauptstadt-Rausch ohne Wein-Event? Da muss ein besonderes Weinerlebnis her. Und was passt besser, als ein Abend nur mit Bio-Weinen!

Diese reiche ich am Freitag, 8.September 2017, in Zusammenarbeit mit green Apes auf dem Bauernhof am Mechtenberg. Dazu später mehr.


Der Bio-Hype hat die Weinszene längst erreicht. Doch was ist dran an dem ganzen Zauber? Ganz nüchtern betrachtet, kommt es zunächst darauf an, ob der Winzer sein Handwerk und seine Kunst versteht. Egal, ob Bio oder nicht.

Doch worin bestehen die Unterschiede? Im Gegensatz zu seinen konventionell produzierenden Kollegen darf der Öko-Winzer beim Pflanzenschutz, bei der Schädlings-und Unkrautbekämpfung sowie bei der Düngung im Weinberg keine künstlich-industriell hergestellten Mittel verwenden. Auch der Ausbau des Weins im Keller ist seit 2012 in einer EU-Verordnung genau geregelt.

Greift der konventionelle Winzer bei Pilzkrankheiten wie Mehltau und Graufäule zum Fungizid, spritzt der Öko-Kollege mit Schwefel und Kupfer, deren Mengen streng limitiert sind. Auch Backpulverlösungen und Pflanzenextrakte wie zum Beispiel Brenesselsud  kommen zum Einsatz. Alle Schutzmittel darf er den Rebstöcken nur äußerlich zugute kommen lassen, damit nichts in den Boden sickert. Doch wer vermag das bei Regen verhindern?, fragen Kritiker. Und ist alles abgewaschen, muss in kurzen Abständen neu gespritzt werden.

Gute Stimmung am Mechtenberg.

Winzer leben für meine Begriffe per se mit der Natur im Einklang. Der ökologisch produzierende gibt noch etliche Schüppen drauf – Unkraut wird gemäht oder in Steillagen mit der Hacke entfernt, bei der Düngung kommen Kompost und Mist zum Einsatz, die in erster Linie den Boden kräftigen sollen. Und zwischen den Rebzeilen ist pralles Leben erwünscht. Da wird eine bunte Pflanzenwelt gesät, die nicht nur phantastisch aussieht. Dort tummeln sich Nützlinge, die Wurzeln des Grünzeugs in Bunt lockern den Boden auf, die Humusbildung geht munter voran. Der Öko-Weinbauer sagt sich: Hey, lass wachsen!

Bei der Schädlingsbekämpfung ist er ganz gewitzt und setzt gegen den fiesen Traubenwickler Sexfallen ein, von denen eine Variante wie ein Fliegenfänger funktioniert. Diese sind mit dem Lockstoff der Weibchen (Pheromon) präpariert, was den männlichen Falter ganz kirre macht. Er folgt dem Duft und bleibt in der Falle kleben. Zu diesem Mittel greifen inzwischen aber auch konventionell arbeitende Winzer.

Diese und viele weitere Themen werden beleuchtet beim Bio-Wein-Event am 8. September 2017, Am Mechtenberg 5, in Essen Kray. Und wie immer: nicht bierernst!
Los geht es um 19 Uhr mit einem Aperitif draußen auf der Terrasse, wo wir bei schönen Wetter auch bleiben. Sollte doch schon mal der Herbst an die Tür klopfen, ziehen wir um ins Café. In geselliger Runde probieren wir insgesamt acht Bio-Weine, unter anderem aus Deutschland, Italien und Griechenland. Alles andere wird noch nicht verraten. Dazu gibt es leckere Dips und Kleinigkeiten aus der Bauernhof-Küche, Brot zum Neutralisieren, Wasser und für jeden Gast eine Weinliste. Das Ganze wird abgerundet mit literarischen Häppchen aus der Welt der Weine. Exklusiv an diesem Abend lese ich short-stories aus meiner Feder, in denen ich über Amüsantes aus meiner Weinerlebniswelt berichte.

Die Teilnahme kostet 38,50 Euro pro Person. Die Reservierung und der Kauf von Karten (mit Vorkasse) ist bis zum 5. September im Bauerhof-Café möglich, Telefon: 0201/5587726, oder per E-Mail: info@bauer-budde.de. An der Abendkasse gibt es wenige Restkarten für 39,90 Euro.

Also, wir sehen uns am 8. September. Bis dahin: Alles Bio, oder was?!

 

 

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