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Neues Jahr. Neues Glück im Glas. Die Reihe „Wein des Monats“ wird natürlich fortgesetzt. 2018 liegt wie ein Versprechen auf eine gute Zeit vor uns. Ein besonderer Mensch zieht dafür den Korken: Tina Achtermeier aus Essen. Sie trainiert den „Erfolgsmuskel“ anderer Menschen. Heißt: Als Coach verbindet sie Verkaufstraining mit Persönlichkeitsentwicklung. Ihr Wunsch 2018: Glück für alle!

Weinbegleiter Ruhr: Hast du einen Lieblingswein, Wie heißt er und woher stammt er?
Tina Achtermeier: Ja, habe ich in der Tat. Er heißt „Scheiss auf Küsschen. Guten Freunden gibt man einen Grauburgunder!“ Der ist vom Weingut Emil Bauer & Söhne aus der Pfalz.

Wann und bei welcher Gelegenheit hast du diesen Wein für dich entdeckt?
Tina Achtermeier: Den habe ich von dir bekommen. Und du hast damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Du hast ihn zu meinem absoluten Lieblingswein gemacht. Ich hatte dir mal gesagt, dass ich auf außergewöhnliche Etiketten stehe und auf lustige Sprüche. Und der Wein ist der Knaller. Der passt einfach. Ich trinke ihn selbst so gerne und verschenke ihn auch gerne an meine Freunde. Dieser Wein ist ein schöner Allrounder für alles.

Witzige, coole Sprüche und Botschaften auf den Etiketten sind das Markenzeichen des Weinguts Emil Bauer. Was fasziniert dich sonst noch an dem Wein?
Tina Achtermeier: Der ist einfach lecker, so richtig lecker. Ich bin kein Weinexperte, das wäre jetzt ein bisschen hoch gestochen. Ich finde: Wein muss mir einfach schmecken. Und der Küsschen-Wein ist spritzig und ein sehr moderner Wein. Er hat für mich die richtige Mischung aus Frische, Frucht und Leichtigkeit.

Spielt das Etikett immer eine wichtige Rolle, wenn du Wein aussuchst und kaufst?
Tina Achtermeier: Ja, eine sehr große Rolle.

Warum?
Tina Achtermeier: Weil die dadurch auffallen. Und ich mag moderne Weine. Was ich nicht mag, sind, entschuldige das Wort, aber so Oma-Weine.

Oma-Weine?
Tina Achtermeier: Also solche, die ich von meiner Großmutter oder von meiner Mutter kenne, Hauptsache billig und verschnörkelte Buchstaben auf dem Etikett und altmodisch. Und dann riecht der Wein muffig, schmeckt muffig. Das ist wohl irgendwie ein Vorurteil, ja. Aber ich gucke immer aufs Etikett, dass es jung ist, dass es spritzig ist. Ich mag keine schweren Weine, keinen Chardonnay, weil der mir viel zu schwer und voluminös ist. Das ist nicht meins, ich brauch’s ein bisschen leichter.

Fallen dir spontan noch andere Weine mit auffälligem Etikett ein, die du gut findest?
Tina Achtermeier: „Scheu… Aber geil!“, ist auch von den Bauers. Mir gefällt auch der Bio-Wein „Landlust“, da ist ein Fahrrad auf dem Etikett. Und natürlich „Bla Bla Bla“, ein mallorquinischer Wein. Der ist locker, fluffig und der Name ist Programm. Ich mag es einfach ein bisschen ausgefallener.

Hast du bei der Weinauswahl nach Etikett immer Glück? Oder wurdest du auch schon enttäuscht und das Etikett war nur schöner Schein und wollte vom Inhalt der Flasche ablenken?
Tina Achtermeier:  Ich weiß ja, was ich nicht mag. Also Chardonnay würde ich nicht kaufen und auch nichts Liebliches. Und auch nichts Halbtrockenes. Also ich achte schon darauf, dass ich meinen Geschmack treffe. Und das in Verbindung mit einem schönen Etikett – da wurde ich noch nie enttäuscht.

Bei welchen Gelgenheten trinkst du gerne Wein?
Tina Achtermeier:  Wenn ich was zu feiern habe. Und wenn mir etwas besonders gut gelungen ist. Wenn ich einen neuen Auftrag bekommen habe, feiere ich das gerne mit einem schönen Weinchen. Zu einem guten Essen trinke ich gerne Wein und im Sommer beim Grillen. Ich trinke ausschließlich Weißwein.

Und ich muss hier mal zu meinem vergnügten Entsetzen sagen, dass du immer Wasser in den Wein schüttest…
Tina Achtermeier:  Genau. Das bringt ein bisschen Leichtigkeit. Ich schmecke aber durchaus den Unterschied. Ich mache auch gar nicht mehr ganz so viel Wasser rein…. Ich habe sehr spät angefangen, Wein zu trinken. Da war ich schon verheiratet. Vor ungefähr 10, 11 Jahren. Ich habe lange, lange Zeit gar keinen Alkohol getrunken. Das hat mir nicht geschmeckt und das gehörte nicht zu mir. Ich wollte immer nüchtern sein. Ich mag auch heute nur Wein, und am liebsten Weißweinschorle und manchmal Prosecco. Und du hattest mal einen Mosecco,

…einen Perlwein von der Mosel
Tina Achtermeier:
…der war toll.

Gab es damals für dich einen besonderen Grund, Wein zu entdecken?
Tina Achtermeier:  Willst du die echte Geschichte hören?

Natürlich!
Tina Achtermeier:  Ich wurde bei der Messe „Mode Heim Handwerk“ von so einem Weinfuzzi abgefüllt. Wenn du sonst nichts trinkst, bist du natürlich sofort betrunken. Und dann unterschreibst du irgendwas. Also in dem Fall eine Bestellung für Wein… Dann habe ich ausprobiert und bin über den Riesling später zum Grauburgunder gekommen.

Mit welchem Getränk habt ihr in der Silvesternacht angestoßen?
Tina Achtermeier:  Wir sind zum Jahreswechsel oft nicht zuhause. Diesmal sind wir in Kärnten in einem Urlaubs-Club. Und dort stoße ich mit dem an, was die Gastgeber reichen. Das ist meistens Sekt. Aber Champagner ist nicht meins, ich mag den Geschmack einfach  nicht. Was ich neu für mich entdeckt habe: einen Rosé-Prosecco.

Worauf hast du zum Jahreswechsel angestoßen?
Tina Achtermeier:   Auf die Gesundheit. Auf Glück und Zufriedenheit in der Familie. Auf unsere persönliche Weiterentwicklung. Dass sich jeder in meiner Familie und in meinem Umkreis so entwickeln kann, wie er möchte, wie er glücklich ist. Und ich stoße an auf Erfolg. Unbedingt Erfolg. Ich mag es, wenn Leute nach vorne gehen. Und das wünsche ich mir für 2018: Dass jeder glücklich nach vorne gehen kann.‘

P.S.: Ich mache mal ein Chardonney-Weinerlebnis mit Tina Achtermeier. 

 

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